Freitag, 27. Juli 2012

Sommer-Urlaub 2012 - Teil 3

In der dritten Woche unseres Sommerurlaubs ging es wieder nach Wolkenstein in Südtirol wie 2011. So sind wir dieses Mal über Wien nach Innsbruck geflogen. Innsbruck hatte ich ausgesucht, da es einen der weltweit interessantesten Landeanflüge hat durch das Inntal, zwischen den fast 3.000 m hohen Bergen hindurch. War ein spannender Flug in einer kleinen Dornier 328 von airA!ps.




Als Mietwagen hatten wir dieses Mal einen Peugeot 308, der komplett mit Beulen versehen war, eine Erinnerung an das schlechte Wetter in Europa die letzten Tage.
Dann sind wir über den Brenner ins Grödnertal gefahren. Übernachtet haben wir im Hotel Jägerheim. Wir hatten ein schönes Zimmer mit einem tollen Blick auf den über 3.000 m hohen Langkofel und den Zielhang der Weltcup-Abfahrt in Gröden.



Für den ersten Tag hatten wir uns dann eine "einfache" Mountainbike-Tour ausgesucht. Dafür haben wir uns tolle Mountainbikes ausgeliehen.

Dann ging es los. Zuerst ins Langental nur bergauf, dann nach einer kurzen Pause wieder bergab über Gras und Schotterwege, durch Wolkenstein und dann wieder bergauf bis Monte Pana.




Dort haben wir eine Mittagspause eingelegt. Dann ging es rasant wieder bergab auf der Strasse bis St. Christina, was ich schon sehr gefährlich fand. Dann ging es zurück nach Wolkenstein, nicht steil, aber stetig bergauf. Insgesamt waren es ca. 30 km mit 470 m Höhenunterschied. Das war das Anstrengendste, was ich seit langer Zeit gemacht habe (und es war nur die leichte Tour), aber ich war trotzdem froh, dass wir es gemacht haben, obwohl ich total kaputt war. Flori fand es nicht so schlimm, auch wenn es den Fotos nach beim Mittagessen anders aussah.


Obwohl uns alles weh tat, sind wir am Abend dann doch noch Schlittschuhlaufen gegangen, denn das war ja einer der Hauptgründe, warum wir wieder nach Wolkenstein gefahren sind.


Nachdem es am Vormittag geregnet hat, haben wir am nächsten Tag nur eine kurze Tour im Naturpark Puez-Geisler oberhalb unseres Hotels unternommen. Dazu sind wir mit der Gondelbahn Col Raiser, die gleich hinter unserem Hotel losging, nach oben gefahren und sind dann zuerst zur Regensburger Hütte gelaufen.




Von dort zur Fermeda Hütte und dann wieder zurück zur Seilbahn.




Recht kurze, aber schöne Wanderung bei schönen Wetter. Anschließend sind wir wieder Schlittschuhlaufen gegangen.
Am nächsten Tag wollten wir zur Vallongia Hütte und uns unser Mittagessen selber angeln. Wir sind zuerst von St. Christina mit zwei Sessellifts auf ca. 2.000 m Höhe unterhalb des Langkofels gefahren.


Dann sind wir entlang des Langkofels bis zur Vallongia Hütte gewandert.



Aufgrund des dunklen Himmels haben wir uns dann doch entschieden, keine Forellen zu angeln, sondern Pasta zu bestellen.


Auf dem Rückweg nach Plan de Gralba (wo letztes Jahr unser Hotel war) sind wir dann doch noch nass geworden. Wir sind dann mit dem Bus bis Wolkenstein gefahren und von dort 45 Minuten zum Hotel gelaufen.
Am Abend haben wir dann an einem Kochkurs teilgenommen. Es wurden Rote Beete Knödel und Karottentorte zubereitet. Wir waren die einzigen Männer in der Runde, aber war ok. Anschließend waren wir nochmal Schlittschuhlaufen.
Zum Abschluß des diesjährigen Urlaubs haben wir uns dann entschieden, wieder eine Wildwater-Rafting-Tour zu unternehmen. Dafür sind wir extra ins Val di Sol nach Dimaro gefahren, wo wir bereits zweimal zuvor zum Rafting waren.

Nachdem wir unsere Kleidung bekommen hatten,


ging es dann zum Start und dann eine Stunde den Fluss Noce hinuntergefahren über Stromschnellen, Steinen (einmal sind wir sogar auf einem Stein hängen geblieben) und einem kleinen Wasserfall (den wir wieder rückwärts runter gefahren sind). Auch das obligatorische Schwimmen im Fluss war wieder dabei. War ein schöner Tag und toller Abschluß unseres Sommer-Urlaubs 2012.
Am Freitag ging es dann wieder zurück nach Innsbruck und von dort über Frankfurt nach Berlin.


Nach den ruhigeren Flughäfen in Salzburg und Innsbruck war Frankfurt natürlich das ganze Gegenteil. Höhepunkt war die Landung eines A380 der Korean Air, die wir live miterleben konnten.

Unser letzter Flug des Urlaubs war dann mit einem neuen Airbus der Lufthansa und so schloss sich der Kreis, denn unser erster Flug des Urlaubs nach Island war auch mit einem nagelneuen Airbus der Lufthansa.

Auf dem Foto unseres letzten Fliegers des Urlaubs ist ebenfalls ein A380 zu sehen. Vielleicht ein Zeichen für unseren nächsten Urlaub :-)

Sommer-Urlaub 2012 -Teil 2

In der zweiten Urlaubswoche sollte es in die Berge gehen.

Dafür hatten wir uns die Gegend um Kaprun ausgesucht. Geflogen sind wir mit airberlin über Düsseldorf nach Salzburg. Leider hatte unser Flug von Düsseldorf abgehend 155 Minuten Verspätung (was beim Rückflug allerdings noch mal gesteigert wurde), da das Flugzeug mit Verspätung aus Palma kam. So sind wir im Dunkeln und bei starkem Gewitter in Salzburg angekommen und sind dann mit unserem Mietwagen

nach Spittal an der Drau gefahren. Hier hatten wir ein schönes Hotel mit dem Namen Hacienda Mexicana, das auch komplett mexikanisch eingerichtet war. War wirklich nett.


Unsere geplante Wanderung zur Wangenitzseehütte haben wir dann aufgrund der schlechten Wettervorhersage (Gewitter) abgesagt und sind stattdessen die Großglockner-Hochalpenstraße gefahren. Diese ist knapp 50 km lang und geht bis auf 2.506 m hoch und man hat verschiedene Aussichtspunkte unterwegs. Es hat Spass gemacht, diese Strecke zu fahren und war ein Erlebnis.

Zuerst haben wir auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.375 m) gehalten. Hier hat man eine schönen Blick auf den längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze und den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner.



Wir sind dann noch die paar Meter bis zur Wilhelm-Swarowski-Beobachtungswarte gegangen und haben noch mit einem Fernglas zum Großglockner geschaut und tatsächlich Bergsteiger auf dem Rückweg vom Gipfel gesehen.



Danach sind wir die Hochalpenstraße weiter gefahren bis zum höchsten Punkt. Hier wehte ein unheimlicher Sturm, das man sich kaum aus dem Auto steigen oder auf den Beinen halten konnte.


Ab da ging es fast nur noch bergab.




Allerdings habe ich das Gefälle wohl unterschätzt, denn obwohl ich mit der Motorbremse gebremst habe und nur ab und zu im Intervall gebremst habe, haben unten unsere Vorderbremsen gequalmt und gestunken und haben wohl geglüht. Wir haben dann eine Pause eingelegt und sind dann, nachdem sich die Bremsen abgekühlt hatten, weiter gefahren zu unserer Unterkunft für den Rest des Urlaubs, dem Hotel Rudolfshof Vitality in Kaprun.


Ein sehr schönes Hotel, sehr familienfreundlich mit sehr gutem Essen. Es gab eine Jausen-Zeit am Nachmittag und ein 5-Gänge-Menü zum Abendessen. Am Abend haben wir an einer Erlebnistour durch den Sigmund Thun Klamm in Kaprun teilgenommen. Es ging erst auf den Holzwegen durch die enge Schlucht über und unter dem Wasser lang. Am Ende des Klamms am Klammsee gab es eine kleine Pause am Lagerfeuer, wo uns eine kleine Geschichte erzählt wurde und wo es dann eine Backkartoffel zu essen gab. Zurück ging es dann oberhalb des Klamms mit Fackeln bis zum Ausgangspunkt. War eine schöne Tour.




Nachdem wir am nächsten Tag zuerst die Bremsen haben prüfen lassen in einer Werkstatt, haben wir am Nachmittag eine Tour zu den Hochgebirgsstauseen von Kaprun unternommen. Wir sind zuerst mit dem Auto zum Alpengasthof Kesselfall auf ca. 1.000 m Höhe gefahren. Von dort geht es mit dem Bus zu den Stauseen auf eine Höhe von 2.040 m. Die Fahrt dauerte ungefähr 40 Minuten und war sehr interessant. Es ging größtenteils durch Tunnel, die dann immer enger und dunkler wurden je mehr man nach oben kam.




Es ging auch am unteren Rand der unteren Staumauer vorbei.

Nachdem es am Vormittag noch richtig heiss war, hat es am Nachmittag leider geregnet. Trotzdem war es ein Ausflug, der sich gelohnt hat, die gewaltigen Anlagen in dieser Hochgebirgslandschaft anzusehen und schon mal einen Blick auf den Gipfel des Kitzsteinhorns zu werfen, unserem Ziel am nächsten Tag.


Diese Tour, die Gipfelbesteigung des 3.203 m hohen Kitzsteinhorns, sollte der Höhepunkt dieser Urlaubswoche werden und wurde es auch! Die Tour stand unter dem Slogan "Mein erster 3000er". Los ging es an der Talstation der Gletscherjet 1-Bahn auf 911 m Höhe.


Hier trafen wir unsere Guides Peter und Simon und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Unser Guide war Peter, ein sehr erfahrener Bergführer, der sehr viel Sicherheit ausstrahlte. Irgendwie erinnerte er mich an Luis Trenker. Dann ging es mit der Gletscherjet-Bahn 1 und 2 zuerst auf 2.453 m. Dort haben wir unser Klettergeschirr bekommen, an dem wir später angeseilt werden.

Danach ging es mit der Kitzsteinhorn-Bahn zur Bergstation auf 3.029 m.

Dieser Platz alleine ist schon faszinierend und man hat eine wunderbare Sicht auf die Bergkulissen ringsherum.



Hier wurde dann unsere Gruppe (8 Leute) angeseilt und dann ging es los zum Gipfelaufstieg.

Peter vorne weg und Flori und ich am Ende der Seilschaft. Zuerst ging es über Gletschereis und dann ging es über Gestein auf einem Klettersteig steil rauf zum Gipfel. Es waren zwar nur ca. 200 m Höhenunterschied, aber es war wirklich steil. Der Aufstieg hat ungefähr eine Stunde gedauert.







Als der Gipfel erreicht war, waren natürlich alle glücklich, wurden viele Fotos gemacht und die tolle Aussicht genossen.





Dann kam wieder der Abstieg jetzt in umgekehrter Reihenfolge, also ich vorne weg bis zur Bergstation der Kitzsteinhorn-Bahn.



Dort haben wir uns dann einen leckeren Kaiserschmarn schmecken lassen.

Danach haben wir uns noch die Nationalpark Gallery angeschaut, indem wir durch einen 360 m langen Stollen im Inneren des Kitzsteinhorns gelaufen sind. Dort sind einige Informationsbereiche errichtet und am Ende kommt man auf eine Panorama-Plattform, wo man wieder einen tollen Ausblick auf die Bergwelt der Alpen hatte.



Danach ging es wieder den Stollen zurück. Da der Weg doch recht stark anstiegt, gab es extra Warnschilder.


Danach sind wir wieder mit den Bahnen runter gefahren.


War ein ganz tolles Erlebnis und hat sich richtig gelohnt!
Am nächsten Tag wollten wir die Rieseneiswelt in Werfen besuchen. Wir sind mit dem Auto dort hingefahren, das letzte Stück ging es steil nach oben (bis zu 21 Prozent Steigung). Vom Parkplatz ging es erst zu Fuss zu einer Gondel, mit der dann steil nach oben und dann wieder zu Fuss zum Eingang der Höhle. Da es an diesem Tag über 30°C waren, waren wir so erhitzt durch diese "Anreise", dass wir uns dann doch entschieden haben, nicht in die Eishöhle zu gehen, um uns nicht zu erkälten, denn wir hatten ja noch eine Urlaubswoche vor uns.



Auf dem Rückweg nach Kaprun haben wir uns noch die Skisprungschanze in Bischofshofen angeschaut.

Am Freitag ging es dann wieder zurück nach Berlin. Dieses Mal direkt von Salzburg nach Berlin mit Nikki. Allerdings gab es einen Blitzeinschlag im Radar der Flugsicherung in München und somit konnten keine Flugzeuge mehr starten und landen. Somit starteten wir mit 3 Stunden und 20 Minuten Verspätung. Zum Glück hatte Flori im Urlaub sein neues Computer-Programmierungsbuch mit und hat die Zeit mit Lesen rumgekriegt.