Donnerstag, 18. August 2011

Sommer-Urlaub Teil 2 2011

Bei Teil 2 unseres Urlaubs 2011 war die Überlegung, daß wir uns die ersten beiden Auswärtsspiele der Eisbären Berlin in der diesjährigen European Trophy anschauen wollten. Also nach Schlittschuhlaufen in Urlaub Teil 1 nun Eishockey. Alles "typische" Sachen, die man so im Sommerurlaub macht.

Die ersten beiden Spiele der Eisbären und somit auch unser Urlaub Teil 2 fanden in Schweden statt.

So sind wir zuerst mit Air Berlin nach Göteborg zum Flughafen Landvetter geflogen.


Dort haben wir uns einen Mietwagen von Hertz genommen. Es war natürlich (da wir in Schweden waren) ein Volvo V50. Schönes Auto mit vielen PS. Das Fahren mit dem Auto hat Spass gemacht.

Zuerst sind wir zum Scandinavium gefahren, der Heimstätte des ersten Gegners, den Frölunda Indians, um uns die Tickets für das Spiel zu kaufen. Eine große Mehrzweckhalle für ca. 12.000 Zuschauer. Beim Kartenkaufen wurden wir dann allerdings informiert, dass das Spiel in der kleineren Trainingshalle Frölundaborg stattfindet.

Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt hatten,

sind wir dann zum Spiel gefahren. Eine kleinere Halle, die mit 2187 Zuschauern gut besucht war. Das Spiel ging zwar mit 0:6 verloren. Es war ein schnelles Spiel und die Stimmung war auch gut in der Halle. Es war schön, endlich wieder Live-Eishockey zu sehen.

Am nächsten Tag haben wir uns dann Göteborg angeschaut. Wir sind zuerst zum Hafen Lila Brommen gelaufen und sind auf die Aussichtsplattform des Skanskaskrapan hoch gefahren. Das rot-weiss-gestreifte Gebäude, das im Volksmund den Spitznamen "Lippenstift" hat, ist 86 m hoch und man hat einen schönen Überblick über Göteborg.



Danach sind wir am Hafen entlang gelaufen bis zum Segelschiff Götheborg, einem Nachbau des gleichnamigen Segelschiffes, das 1745 vor Göteborg gesunken ist. Wir haben uns alles angeschaut, sowohl unter als auch über Deck und rings um das Schiff.





Als nächstes stand der Höhepunkt unserer Sightseeing-Tour auf dem Programm, eine einzigartige Fahrt mit den Paddan-Booten, die in etwa das für Göteborg bedeuten, wie die roten Doppeldecker-Busse für London. Die Fahrt geht zuerst auf den Kanälen durch Göteborg unter den vielen Brücken durch. Da die Brücken nicht sehr hoch sind, sind die Paddan-Boote auch sehr flach, um unter den Brücken durch zu kommen.




Der Höhepunkt ist die Fahrt durch den "Käsehobel". Der "Käsehobel" ist eine Brücke, die so niedrig ist, dass sich alle Passagiere während der Durchfahrt unter der Brücke auf den Boden der Paddan-Boote legen müssen.


Danach ging es weiter durch den Hafen, um dann wieder zurück auf die Kanäle zu fahren.


Dabei ging es unter einer weiteren niedrigen Brücke durch, die "Haircut" genannt wird und man muss sich richtig nach vorne legen, damit einem nicht eine neue Frisur bei der Durchfahrt verpasst wird.


Eine wirklich tolle und interessante Tour, die Spass gemacht hat und wo man einen schönen Eindruck von Göteborg bekommen hat.


Anschließend waren wir in der Stora Saluhallen, wo es Lebensmittel aus aller Welt gab. Aber noch interessanter war der Besuch in der Fischkirche. Das Gebäude sieht aus wie eine Kirche, aber dort kann man jede Menge verschiedenen Fisch, Schalentiere und Fischprodukte kaufen. Wir haben uns einen schönen Teller mit Makrelenfilet und verschiedenen Krabbensalaten geholt und haben den Verzehr der Sachen vor der Halle genossen.







Während ich lieber noch durch Göteborg geschlendert wäre, wollte Florian lieber ins Universeum. Dieses ist eine Mischung aus Zoo, Botanischer Garten, Laboratorium, Museum und Wissenschaftscenter auf sieben Etagen. So sind wir zuerst durch den tropischen Regenwald gelaufen und haben allerhand lustige Tiere gesehen. Dann haben wir viele spannende und interessante Experimente durchgeführt.







Zum Abendbrot essen waren wir dann im Hardrock-Cafe und haben leckere Sandwiches gegessen.


Am nächsten Tag sind wir nach Karlstad gefahren, denn hier fand das zweite Spiel der Eisbären statt. Unterwegs haben wir einen Abstecher nach Marstrand gemacht. Der Ort liegt nördlich von Göteborg auf einer Insel in der Ostsee. Es war eine schöne Fahrt über viele Brücken durch die für Schweden typische Schären-Landschaft.  Das letzte Stück auf die Insel muß man dann noch mit der Fähre zurücklegen.





Die Fahrt dann weiter Richtung Karlstad ging größtenteils durch Wälder und vorbei an Seen. In Karlstad, das am Väner-See, dem größten See in Schweden, liegt, haben wir dann kurz unser Hotel-Zimmer im Scandic Winn Hotel bezogen und wollten einen Ausflug zum Väner-See machen. An der Rezeption stand dann ein Spieler (#8 Nigell Angel) der Eisbären und somit war klar, dass die Eisbären im selben Hotel wie wir übernachteten. Wir wohnen im selben Hotel wie die Eisbären, treffen sie in der Lobby, beim Frühstück und im Fahrstuhl. Das war für Florian das Beste am ganzen Urlaub, wie er mir hinterher versicherte. Ich erklärte ihm dann, dass ich das extra so gebucht habe. Aber er hat mich durchschaut, dass es Zufall war.

Am See war es wunderschön. Ein traumhaftes Erholungsgebiet. Wir haben eine kleine Runde gedreht, zuerst am Wasser entlang, sind über Steine geklettert und durch einen Wald wieder zurück zum Ausgangspunkt. Das war wirklich toll.







Von dort sind wir dann gleich zur Löfbergs Lila Arena gefahren, wo das Spiel der Eisbären gegen Färjestads BK, den aktuellen schwedischen Meister stattfand. Da wir noch die Eintrittskarten kaufen mußten, waren wir rechtzeitig da. So konnten wir uns die Eishalle von außen anschauen und dann den Eisbären beim Aufwärm-Two-Touch-Fußball zuschauen. Florian fand das toltal lustig und will jetzt, dass wir uns das vor jedem Spiel anschauen.



Beim Spiel waren dann knapp 2.800 Zuschauer in der ca. 8.000 Zuschauer fassenden Halle. Die Stimmung war ganz gut und die Eisbären waren auch besser als im ersten Spiel. Das Spiel ging zwar auch verloren, aber erst in der Overtime mit 3:4, aber immerhin konnten wir die ersten Tore der Saison bejubeln.


Am Sonntag sind wir dann von Karlstad nach Stockholm gefahren. Die 315 km gingen wieder durch Wälder und vorbei an schönen Seen. Die Strassen waren leer un dda die maximale Geschwindigkeit zwischen 90 und 120 km/h lag, habe ich das Tempomat eingestellt und wir sind ganz entspannt durch Schweden gecruised.

Am Flughafen Arlanda haben wir dann die zum Hotel umgebaute 747 gesehen, haben wir Mietwagen abgegeben und sind mit einer 737-600 der SAS wieder nach Hause geflogen.


Das ein schöner Urlaub, den wir gerne wiederholen können.